Entdecken Sie CBD

Cannabidiol

Die Hanfpflanze ist eine der ältesten Heilpflanzen der Welt. Hanf war ein fester Bestandteil in der Behandlung von Schmerzen bis zur Erfindung von Opioiden.

Cannabidiol, kurz CBD, ist ein Cannabinoid und wird von der Hanfpflanze produziert. Heute sind bereits über 100 Cannabinoide, die von Hanf (Cannabis sativa L.) stammen, bekannt.

Am bekanntesten und am besten untersucht sind CBD und Delta-9-Tetrahydrocannabidiol (THC).

Zahlreiche Studien mit CBD zeigen vielversprechende entzündungshemmende, angstlösende, entkrampfende, muskelentspannende und zellschützende Effekte.

Im Gegensatz zu THC hat CBD keine euphorische oder psychotrope Wirkung und macht nicht süchtig!

Das Endocannabinoid-System

Alle Säugetiere produzieren körpereigene Cannabinoide (Endocannabinoide). Diese interagieren mit den Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems (ECS).

Das ECS ist ein wichtiges Regulationssystem und steuert Grundfunktionen wie Gemütslage, Ängste, Schmerz, Entzündung, Erinnerung, Lernen, Schlaf und Körpertemperatur. Eine der Hauptfunktionen des ECS ist die Erhaltung des stabilen inneren Gleichgewichts, der sogenannten Homöostase.

Die Cannabinoid-Rezeptoren

Cannabinoid-Rezeptoren sind die Aktionspunkte des ECS. Cannabinoide binden an diese Rezeptoren, welche wiederum das ECS aktivieren. Es gibt zwei Haupttypen von Cannabinoid-Rezeptoren, den CB1- und den CB2-Rezeptor.
Cannabinoid-Rezeptoren (CB) des ECS

CB1 Rezeptoren befinden sich hauptsächlich im zentralen Nervensystem, mit einer höheren Konzentration als CB2 Rezeptoren. Speziesbesonderheit: Der Hund hat viel mehr CB1 Rezeptoren als alle anderen Säugetiere.

CB2 Rezeptoren kommen vor allem in den Organen, dem Immunsystem und dem peripheren Nervensystem vor.

Die Cannabinoide

Der Begriff Cannabinoid bezieht sich auf Moleküle, die auf die Cannabinoid-Rezeptoren des ECS einwirken. Cannabinoide kommen jedoch nicht nur in Hanf vor, sondern werden von Tieren und Menschen körpereigen produziert.
Man unterscheidet zwischen Phytocannabinoiden, Endocannabinoiden und synthetischen Cannabinoiden.

Phytocannabinoide

Phytocannabinoide werden von der Hanfpflanze synthetisiert. Man findet sie in einem viskösen Harz, das von kleinen pilzförmigen Drüsen produziert wird, die auf den Blüten und Blättern von Hanfpflanzen angesiedelt sind.

Am bekanntesten und am besten untersucht sind das nicht-psychoaktive Cannabidiol (CBD) und das psychoaktive Delta-9-Tetrahydrocannabidiol (THC). In der Tat sind aber bereits über 100 verschiede Cannabinoide in der Hanfpflanze bekannt.1

CBD stimuliert die Cannabinoid-Rezeptoraktivität und hat eine hemmende Wirkung auf bestimmte Enzyme.

THC interagiert mit den Cannabinoid-Rezeptoren, mit einer hohen Affinität zum CB1-Rezeptor.

Endocannabinoide

Bislang sind fünf körpereigene Cannabinoide bekannt, wobei die zwei wichtigsten Anandamid und 2-Arachidonylglycerol sind. Alle diese Endocannabinoide interagieren mit den Cannabinoid-Rezeptoren und werden vom Körper synthetisiert, wenn er sie benötigt.

Anandamid (AEA)

  • Löst eine ähnliche biologische Reaktion wie das Phytocannabinoid THC aus
  • Wird während angenehmer Aktivitäten ausgeschüttet

2-Arachidonylglycerol (2-AG)

  • Ähnelt in seinen Effekten auf den Körper eher dem Phytocannabinoid CBD

Synthetische Cannabinoide

Synthetische Cannabinoide sind künstlich hergestellte Substanzen, die eine ähnliche Wirkung haben wie Phytocannabinoide. Sie werden u.a. in der Humanmedizin angewendet.

1. Russo EB. Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. Br J Pharmacol. 163(7):1344–1364. 2011: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3165946/
Der Entourage-Effekt

Die Terpene der Cannabispflanze

Terpene sind organische Substanzen, welche in den Trichomen der Hanfpflanze synthetisiert werden. Sie sorgen für den unverwechselbaren Geruch einer Pflanze. Jede Hanfsorte weist ein einzigartiges Profil von Terpenen auf. Es gibt Hunderte von verschiedenen Terpenen. Einige haben ein interessantes therapeutisches Potential, wie zum Beispiel: 1

  • α-Pinen
  • Linalool
  • β-Caryophyllen
  • β-Mycren
  • Limonen

Die Flavonoide

Flavonoide sind natürliche bioaktive Substanzen, deren Funktion noch nicht vollständig geklärt ist. Man geht davon aus, dass Flavonoide mit Cannabinoiden und Terpenen interagieren.

Eine im Jahr 2014 durchgeführte Studie, die die Wirksamkeit von reinem CBD (ohne Terpene oder Flavonoide) mit Vollspektrum-CBD (mit Terpenen und Flavonoiden) vergleicht, zeigt, dass bei letzteren bereits nach einer kleinen Menge eine Wirkung vorliegt und kein Rückgang der Wirkung nach einer Dosiserhöhung worweist.

Der Nutzen von CBD kann durch andere Cannabinoide, Terpene und Flavonoide verstärkt werden. Dieser synergistische Effekt ist als der «Entourage Effekt» bekannt.

1. Russo EB. Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. Br J Pharmacol. 163(7):1344–1364. 2011: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3165946/
Anwendung von CBD in der Medizin

1. Wissenschaft

Zahlreiche Studien zeigen die positiven therapeutischen Eigenschaften von CBD, einige davon sind:2-6

  • antioxidativ
  • entzündungshemmend
  • antikonvulsiv
  • angstlösend
  • antikompulsiv
  • neuroprotektiv

2. Der Anwendungsbereich von Cannabisprodukten bei Tieren

Nebst wissenschaftlichen Publikationen, spiegeln auch die Erfahrung von vielen Tierbesitzern die Wirksamkeit von CBD wider.

Aus einer Umfrage unter mehr als 800 Tierhaltern geht hervor, dass sie CBD in vielen Fällen gleichermassen einsetzen:7

  • Schmerzlinderung
  • Angstzustände
  • Reduktion von Entzündungen
  • Epileptische Anfälle
  • Krebs
  • Allergien

3. Gutes Verträglichkeits- und Sicherheitsprofil

Sicherheitsdaten zeigen ein gutes Verträglichkeitsprofil und keine bedenklichen Nebeneffekte. Eine umfangreichere Sicherheitsstudie ist jedoch notwendig, um festzustellen, ob es langfristige Auswirkungen von CBD gibt.8
Zu den wenig bekannten Nebenwirkungen gehören:

  • Nicht signifikativ Hemmung der Aktivität von Cytochrom P450
  • Trockener Mund (CB1- + CB2-Rezeptoren in den Submandibulardrüsen)
  • Bei hohen Dosen: Durchfall, erhöhte Leberenzyme, Schläfrigkeit8-9


2. Burstein S. Cannabidiol (CBD) and its analogs: a review of their effects on inflammation. Bioorg Med Chem. 2015 Apr 1;23(7):1377-85. doi: 10.1016/j.bmc.2015.01.059. Epub 2015 Feb 7
3. Booz GW. Cannabidiol as an Emergent Therapeutic Strategy for Lessening the Impact of Inflammation on Oxidative Stress. Free Radic Biol Med. 2011 Sep 1; 51(5): 1054–1061. Published online 2011 Jan 14. doi: 10.1016/j.freeradbiomed.2011.01.007
4. Di Marzo V1, Bifulco M, De Petrocellis L. The endocannabinoid system and its therapeutic exploitation. Nat Rev Drug Discov. 2004 Sep;3(9):771-84.
5. Devinsky O et al. Cannabidiol: pharmacology and potential therapeutic role in epilepsy and other neuropsychiatric disorders. Epilepsia. 2014 Jun;55(6):791-802. doi: 10.1111/epi.12631. Epub 2014 May 22
6. Blessing EM et al. Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders. Neurotherapeutics. 2015 Oct; 12(4): 825–836. Published online 2015 Sep 4. doi: 10.1007/s13311-015-0387-1
7. Gallily R., Yekhtin Z., Hanuš L.O. Overcoming the Bell‐Shaped Dose‐Response of Cannabidiol by Using Cannabis Extract Enriched in Cannabidiol. Pharmacology & Pharmacy. 2015 6, 75‐85. http://dx.doi.org/10.4236/pp.2015.62010
8. McGrath S et al., A Report of Adverse Effects Associated With the Administration of Cannabidiol in Healthy Dogs. AHVMA Journal. Volume 52 Fall 2018
9. Ewing LE et al. Hepatotoxicity of a Cannabidiol-Rich Cannabis Extract in the Mouse Model. Molecules 2019, 24, 1694; doi:10.3390/molecules24091694

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